BMW geht nicht den Mercedes-Weg

BMW-Chef: „Es ist falsch, das untere Marktsegment zu verlassen."

BMW geht nicht den Mercedes-Weg: BMW-Chef: „Es ist falsch, das untere Marktsegment zu verlassen."
Erstellt am 14. November 2022

Geht es um den Premiumautomobilbau und die Erfolgsstrategie von morgen, vertreten die Chefs von Mercedes-Benz, Ola Källenius, und Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender von BMW, völlig unterschiedliche Ansichten. Mercedes will Premium. BMW auch. Mercedes will Geld verdienen. BMW auch. Mercedes will vollelektrischen Automobilen den Vorrang geben, den Fokus auf die Produktion größerer Autos verlegen und seine Kompaktklasse erheblich eindampfen. BMW will das nicht und tut das nicht. BMW ist technologieoffener und verachtet auch nicht das Kleingemachte. Im Gegenteil: Wie die Nachrichtenagentur Reuters über die Zukunftsstrategie des ewigen Mercedes-Konkurrenten berichtet, werde BMW sein unteres Preissegment beim Übergang zur Elektrifizierung nicht aufgeben.

Laut Reuters äußerte sich BMW-Chef Zipse auf einer Veranstaltung des Automobilzulieferers Robert Bosch GmbH in Berlin wie folgt: „Wir werden das untere Marktsegment nicht verlassen. Auch wenn man sich als Premiumhersteller versteht, ist es falsch, das untere Marktsegment zu verlassen - das wird in Zukunft der Kern des Geschäfts sein." Dass man bei BMW Klein- und Kompaktwagen als das Kerngeschäft der Zukunft bezeichnet und diese Segmente mit dem Selbstverständnis eines Premiumautomobilbauers vereinbar seien, ist eine ganz andere Position, als die, welche man bei Mercedes-Benz vertritt.
Denkt man in Stuttgart ans Feingemachte, dann denkt man neuerdings nur noch groß und elektrisch. Mercedes-Cehf Ola Källenius sieht allein im margenstarken Luxussegment die Erfolg versprechende Zukunft des Sterns. Das Modellangebot wird dementsprechend nach einer neuen Strategie namens „The Economics of Desire“ umstrukturiert und das Portfolio auf drei Produktkategorien „Top-End Luxury“, „Core Luxury“ und „Entry Luxury“ ausgerichtet. Diese drei Segemente sind aber in der Bedeutung für den Stern höchst ungleich gewichtet. Der Blick und das Hauptaugenmerk richtet sich in Stuttgart nach oben: Mehr als 75 % der Investitionen sind bei Mercedes-Benz für die beiden oberen Segmente, wo der Luxus passiert, vorgesehen. Im Entry Luxury Bereich hingegen wird der Erfinder des Automobils die Anzahl der Karosserievarianten von sieben auf vier eindampfen.

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2 Kommentare

  • R129Fan

    R129Fan

    @ Boogie_de Vollkommen richtig. Dieser "Luxus"- und Steckerschwede wird das schaffen, was Herr Techonologie- und Herr Weltkonzern nicht geschafft haben: Den Karren in den Dreck fahren. Nicht mehr meine Marke.
  • boogie_de

    Boogie_de

    Der Kallenius ist auf dem besten Weg, den Karren Mercedes-Benz dermaßen in den Dreck zu fahren, so dass er nicht mal mit der kürzlich abgetrennten Nutzfahrzeugsparte rauszuziehen ist... Die untere Fahrzeugklasse spült meiner Meinung das Geld in die Kasse, damit so Sachen wie AMG One, die ganzen ECQ-Spielereien erst möglich wurden, denn diese "Technologieträger" bringen kein Geld in die Kasse. Das sind nützliche Fahrzeuge, um zum einen die hyperreiche Klientel bei der Stange zu halten und den Aktionären den Eindruck zu vermitteln, dass man ja eh in die Zukunft investiert. Wie aber ist es zu verstehen, wenn es erst heißt, ab 20xx werden nur noch emissionslose Fahrzeuge produziert, kurze Zeit später wird aber zurückgerudert ??

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