Darf man das? Chinesen kopieren die Mercedes B-Klasse

Das Plagiat sieht dem Mercedes B-Klasse Van sehr ähnlich

Darf man das? Chinesen kopieren die Mercedes B-Klasse: Das Plagiat sieht dem Mercedes B-Klasse Van sehr ähnlich
Erstellt am 30. Dezember 2010

Sagt Ihnen das chinesische Automodell BC301Z etwas? Vermutlich nicht, aber ganz bestimmt kommt es Ihnen bekannt vor, wenn Sie es erst einmal gesehen haben. Wach ich, oder träum ich? Das ist ja die Mercedes-B-Klasse! Das ist auf den ersten Blick der erste Gedanke, der dem Betrachter durch den Kopf geht. Doch der BC301Z ist kein Mercedes, sondern nur ein chinesisches Auto, das sich mit seinem Design an die bekannte Vorlage des Erfinders des Automobils anlehnt.

Auch die Anmutung des Mercedes Cockpits wurde kopiert

Die Copykünstler aus China haben mal wieder zugeschlagen. Das neueste Plagiat ist ein Mercedes-B-Klasse Clone - freilich ohne Daimler DNA. Sternenklasse hat der BC301Z nicht zu bieten. Er ist mit vier Meter Länge auch etwas kleiner als die deutsche Vorlage geraten. Als Antriebseinheiten dienen dem Kopierprodukt zwei Benziner mit 1,3-Liter- und 1,5-Liter-Hubraum. Beide Triebwerke werden übrigens von Mitsubishi geliefert. Der von der chinesischen Autofirma BAIC gebaute BC301Z ist der Mercedes B-Klasse wie aus dem Gesicht geschnitten. Eine Vaterschaftsklage müsste wohl Mercedes als Erzeuger des Designs ermitteln - so unzweifelhaft identisch ist die Optik der Frontschürze und der Flanken. Auch bei den inneren Werten hat die BAIC Kopierabteilung einiges vom Mercedes B abgekupfert, wie man am Aussehen des Cockpits im BC301Z sehen kann.

Der Mercedes B-Klasse Clone kommt aus China

"Lieber gut geklaut, als schlecht komponiert", lautet die Maxime der Plagiateure dieser Welt. Manche Urheber sehen die Anleihen an ihr Werk ja sogar als Kompliment an. Was bleibt einem manchmal auch anderers übrig, als Geschädigter Gelassenheit zu demonstrieren? Gleichwohl muss man die Kopisten fragen: Gibt es gegen latente Einfallslosigkeit keine besseren Mittel als das dreiste Abkupfern? Abgucken, um daraus für eigene Projekte zu lernen - das soll ja noch in Ordnung gehen. Abgucken, um eigene Projekte durch Kopieren zu kreieren, ist dagegen nicht akzeptabel und sollte auch in China mittlerweile zur unfeinen Art gehören.



Text: Mathias Ebeling

Fotos: Werk

9 Kommentare

  • gernotg

    Gernotg

    @Max da hast Du bestimmt recht. Aber MB wird da sicherlich sehr vorsichtig vorgehen, da man sich den Absatzmarkt China nicht kaputt machen möchte. Keine leichte Situation!
  • gernotg

    Gernotg

    Das ist doch ein ehemaliger Mercedes-Partner! Das darf man sich doch nicht gefallen lassen.
  • Mercedes-Fans.de

    Mercedes-Fans.de

    Doch geht - leider!
  • schornie

    Schornie

    dass geht ja gar nicht
  • TomStar

    TomStar

    ...und die Rückleuchten sehen aus wie die vom Chevrolet Cruze: [url=http://files.americar.de/images/2009/08/a6d28808a4b3d80422186fcabcb09e7d.jpg][b]KLICK[/b][/url] man muss sich nicht wundern, wenn chinesen die automessen überfallen und mit kamera, block, stift und maßband die autos checken - allerdings sind se spät dran. für ne kaffee maschine brauchen die nur drei wochen
  • Mel

    Mel

    Ssongyong hat auch eine Kopie gebaut: den Chairman! Bei dem hat Mercedes wohl Einfuhrverbot erteilt, weil der Ähnlichkeiten mit dem 124er hat. So lange die das nur bei sich da drüben machen, soll uns das nicht jucken oder? ;)
  • Sternen-Fink

    Sternen-Fink

    Die Chinesen haben da offensichtlich eine andere Mentalität. Übrigens gab es sowas ähnliches auch mal bei uns. Da verkaufte Opel mit dem Opel GT eine verkleinerte Kopie der Corvette.
  • Mel

    Mel

    Ich finde die Menschen die so einen Pseudo- Benz kaufen eigentlich noch suspekter! ;)
  • MisterX

    MisterX

    Wer geglaubt hat, bei den Chinesen ungeschoren davonzukommen, dürfte naiv sein. Was kopieren die als nächstes? Die aktuelle E-Klasse und dann ein AMG?

Schreibe einen Kommentar

Login via Facebook

Community